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Net-Metering

Net-Metering erlaubt die 1:1-Verrechnung von eingespeistem und bezogenem Strom – ein virtuelles Speicherprinzip, das Eigenverbrauch ohne Batterie ermöglicht.

Net-Metering

Net-Metering ist ein Abrechnungsmodell, bei dem selbst erzeugter, aber nicht direkt verbrauchter Strom ins Netz eingespeist und später kostenlos wieder bezogen werden kann. Es basiert auf einer Art Stromkonto, das Einspeisung und Entnahme saldiert – meist über ein Jahr hinweg.

Funktionsweise

Ein bidirektionaler Zähler erfasst sowohl die ins Netz eingespeiste als auch die bezogene Strommenge. Wird z. B. tagsüber überschüssiger Solarstrom eingespeist, kann derselbe Betrag abends oder im Winter wieder entnommen werden – ohne zusätzliche Kosten (1:1-Verrechnung). Net-Metering ersetzt damit teilweise Batteriespeicher und macht Eigenverbrauch über das Netz möglich. In Deutschland ist dieses Modell nicht zugelassen, wird aber in vielen anderen Ländern (z. B. USA, Italien, Niederlande) eingesetzt.

Typische Anwendungen

  • Private und gewerbliche PV-Anlagen ohne Batteriespeicher
  • Länder mit großzügiger Eigenverbrauchsregelung
  • Nutzer, die einen hohen Anteil ihres Stroms selbst erzeugen, aber zeitlich verschoben verbrauchen
  • Ersatz oder Ergänzung zu stationären Speichersystemen

Wichtige Kennzahlen

  • Verrechnungszeitraum: Meist monatlich oder jährlich
  • 1:1-Verrechnung: Verhältnis zwischen eingespeister und bezogener Energie
  • Saldenübertrag: Überschüsse können ggf. in das Folgejahr übernommen werden
  • Vergütungssätze: Bei negativer Bilanz Auszahlung möglich – oft unter Marktpreis

Zusammenfassung

Net-Metering ist ein kundenfreundliches Modell zur Förderung des Eigenverbrauchs. Es erlaubt, das öffentliche Netz wie einen virtuellen Speicher zu nutzen – ohne die Investition in einen physischen Speicher. Obwohl in Deutschland (Stand 2025) nicht zulässig, zeigt das Modell das Potenzial intelligenter Netznutzung für die Energiewende.